s Kuchi-Daaberettli

2021

Drotz Corona duen y hitte do my Schnitzelbangg singe
und hoff, ‘s däät glinge, Eich zem Schmunzle z‘ bringe.
Uf ebbis muess y aber no dyttlig uffmerggsam mache:
Drotz Masgge derfener allewyl nur in Ellebooge lache!

Bauarbeiter hänn letschti am Glaibasler Rhybord unde
bim Graabe mit em Bagger e baar alti Granate gfunde.
Bi de Regierigsrotswahle suecht me au Granate, hejo:
‘S sinn denn aber numme vier neyi Lufthyyler uuse koh.

My Frau und mi, uns steere die Masgge wirgglig gar nid.
Mir finde die „Schnure-Giggli-Pflicht“ sogar fascht e Hit:
Ohni ass is irgend ebber kennt, kenne mer umme laufe
und ändlig ungeniert bim Lidl go die billige Glepfer kaufe.

Der Bundesaawalt Lauber het gmauschlet und het glooge.
Isch wäg‘ eme infantine Fähler im hooche Booge gflooge.
Me suecht en ehrlige Nohfolger, aber findet kaine so bald.
Y wisst ain, dä liegt nie und hät Zyt: Mister Trump Donald!

Während em Lockdown dien mir is als Mooler profiliere
und unseri Wohnstube ney stryyche und ney dapeziere.
Und zem se doch z‘ bruche, dapeziere mer unseri Wänd
mit de Theater-, Museums-, Zolli- und FCB-Abonnemänt.

Y wähl jetzt grien, will sich das für d Umwält duet lohne,
dringg nur noh Grientee, iss Grienkehl und grieni Bohne.
Bruuch Jute statt Blastig, d Glaider sinn natur-zertifiziert.
Und sogar my „SUV“-Kaare ha-n-y lindegrien laggiert!

My Frau duet gärn shoppe: Däsche, Foulards, neyi Schueh…
Jetzt macht der Bundesroot d Lääde fir „Nid-Neetigs“ zue!
Doch dä Shutdown duet my Frau nid schogge; miend loose:
Jetz kunnt sy dääglig haim mit Parfüm, Sogge, Unterhoose.

Ha zwar nid welle iber das sehr unappetitlig Thema singe…
Aber wäg der neye Blaggedde, muess is halt doch bringe:
Y ha kai Schiss wäg‘ däm Schyssypapyr-Kryyse-Gebleedel;
ha vom Vorjohr no dausig unbruchti Schnitzelbanggzeedel!

D Lääbeserwartig in der Schwyz glädderet allewyl hecher.
Und mir kemme em Durchschnitt vo hundert als wie necher.
Bisch hitt e Buscheli, denn wirdschs, me kas prognostiziere,
erlääbe, ass si in der Freye-Strooss d Trottoir fertig saniere.

Die ganzi Schwyz, die duet scho gspannt no Basel gaffe:
Uf d Abstimmig: „Bruucht’s au Grundrächt jetz fir d Affe?“
Der Verglych Aff/Mensch, do wurd e mängi Pointe glinge!
Y ha aber gschwore, nie e Värs vom Eric Wäber z’ singe.

Letschti gang y zem Chef und verlang in dyttligem Doon:
Boss, jetzt wär ändlig mol Zyt fir en aagmäss‘nere Lohn!
Är maint nur: Hesch Rächt, y wott mi mit Dir arrangiere:
Gang in Hof und y due Dir ab em Terrässli applaudiere.

Bi-n-ere Faschtewähje kunnt mir e Kimmi in Hals, in lätze.
Das passiert, wemme glychzyttig duet ässe und schwätze.
Ha mi drum kurz gräusperet, numme ganz lycht, nid fescht.
Und jetzt stand y Schlange im Spittel fir e Corona-Tescht.

Y due durch unser Hamburger-Mekka in der Staine flaniere.
Naime dien si e Doppel-Börger zem Aggtionsbryys offeriere.
Bim erschte Biss: Pfui, dä zweifach Börger isch denn luusig.
Statt aifach – wie die zwai Roche-Türm – dopplet so gruusig!

In schwäre Zytte miess me in e „neyi Normalideet“ yyne go:
Letschte Summer simmer gnau amene sone Punggt akoh.
Und die „neyi Normalideet“ macht alli froh, Ihr wisset wieso:
Bim Färnseh SRF isch dä närvig Nik Hartmann nimm do!

Y due am Kiosk e „Schuumkopf mit Schoggi drum“ verlange.
E Dame nääbedra isch mer wietig fascht an d Gurgle gange:
Sy het mer „Rassischt“ und anderi beesi Schletterli aaghängt.
Y haig zwar Schuumkopf gsait, aber sicher Mohrekopf dänggt!

Der Blocher will ruggwirgend doch sy Pensionskassegäld.
Zwaiehalb Milliönli sige schliesslig jo au nid grad alli Wält!
Als näggschts verlangt är vermuetlig – ‘s isch z‘ erwarte –
die lang felligi Abgangsentschäädigung vom Kindergarte.

My Frau, die het momentan – es isch wirgglig allerhand –
wägeme Sturz der rächti Arm imene digge Gipsverband!
Si isch kirzlig in der Freye-Strooss, im heggschte Booge
bim Uswyche ume Bättler iber dr näggscht Bättler gfloge.

My Gettibueb, e junge Bursch, im Prinzip e flotte, coole
isch laider, laider mängmool au e weeneli e bitz‘ e fuule:
Am PC-„game“, Pizza „foode“, chille, allewyl „no stress!“
Är macht zer Zyt drum grad dehai sy „Home Office-RS“.

Der Regierigsroot Baschi Dürr macht d Basler nimm froh.
Me wählt en drum ab, är muess sy Huet näh, muess goh.
Mit der Stephanie Eymann wird jetz alles besser uusekoh…
… Aawa? Hejo derno! Jo waas? Jää-Jää! Sosoo!

2020


Refrain: Aawa? Hejo derno! Jo waas? Jää-Jää! Sosoo!

Bi de Nationalrootswahle dien die Griene vellig dominiere.
Und si wänn drum ihri Frau Rytz in Bundesroot yne stiere.
Das glingt zwor nid. Doch isch die Sach nid ganz verloore:
Au der Ignazio Cassis isch jo zimlig grien, hinter den Ohre.

Y bi jetz au grien, drumm duen y nimm im Griene wohne,
dringg nur noh Grientee, iss Grienkehl und grieni Bohne.
Alli myni Glaider sinn sälbverschtändlig natur-zertifiziert.
Jä und au sogar my Gländewaage han-y grien laggiert!

Y gib’s zue, y ha das allewyl nonig ganz kenne verdaue,
ass Ihr nid händ welle, ass me das Ozeanium däät baue.
‘S wär soo scheen gsi, dur die tolli Fisch-Aalaag z‘ laufe…
Jetz mues y die dote Fisch au kinftig bim Hieber go kaufe!

Dä Frauestreigg find y super: In Schaare ziehn sy loos;
fir ihri Rächt gehn finfhundertdausig Fraue uf d Strooss!
My Frau isch au voll motiviert gsi, wär sehr gärn dert hi…
Laider isch gnau denn ihre zwaiwichentlig Weschdag gsi.

Astronome glingt’s ändlig e „Schwarzes Loch“ z fottigrafiere;
in der „Galaxie M-87“ kenne si das Wunder-Bild realisiere.
Gspannt frog mi jetz, wenn glingt’s ächt däne gscheite Gripse,
no s Schwarzi Loch im Donald Trump sym Schädel z‘ knipse?

Wenn D‘ wottsch Dy Budget und Dy Kasse e bitzli ufpoliere:
Mach ’s wie d Familie Rasser, due der „Läppli“ reanimiere! –
Wenn D‘ wottsch Dy Image uf s Niveau vome Lappi limitiere:
Mach ’s wie d Frau Martullo-Blocher, due der Bappi imitiere!

Y ha mit Luscht am 1. Auguscht welle Fyywärgg loh krache.
Doch Klima-Kids dien riefe: „Stopp, due das jo nid mache!“
„Wägem Wältklimaschutz sottsch kaini Rakete meh zinde!“
Okay, aber bitte diend das au däm Kim Jong-un verkinde!

Y ha do letschti nur e knabbs halbs Stindli miesse warte,
und scho duet e Laitstell-Durchsag an der Haltstell starte:
„Hallo. Hallo! Hallooo? Tescht, Tescht – ains, zwai, drey…“
Jä, liebi BeVauBe: ‘S lauft wirgglig alles vellig ywandfrey!

Jä-Jä, die Greta het scho rächt, mir alli fliege vyyl z‘ vyyl!
Und jo: Me kämt au ohni Flugi allewyl irgendwie ans Zyyl.
Scho de Kinder ihre Oekofuessabdrugg isch hitte z‘ krass.
Y bi als Bueb nur aimol gflooge! – Vo der 4. in die 3. Klass.

My Frau und ich dien verzwyflet s Fondue-Caquelon sueche.
Wo isch‘s nur aane koh? ‘S isch niene! ‘S isch zem Flueche!
Aifach verschwunde! Derfir hän mer jetz im Abstellrum unde
s vernuschti „Baaslerdybli“ vom Historische Museum gfunde!

My Frau duet wägem verschwundene Caquelon e bitz stirme,
ych soll der Käller go ufruume, wo sich der Grimpel dät‘ dirme.
„Jetzt ruum ändlig das Buff uff!“ sait si zue mer muff und spitz.
Doch y mach ain uff Brexit, d.h. verschieb’s zerscht mol e bitz.

D Cyber-Kriminalideet im Netz nimmt zue, vo Daag zue Daag!
Au uf my Internetkonto mache Hägger e „Phishing“-Aaschlag:
Dausig Stutz sinn futsch! – Y mach Azaig, doch denn d Wändi:
‘S isch’s nur d Monetsrächnig vo der Swisscom gsi firs Händy.

D Dierschitzer wänn am Cortège d Resser jetz ganz stryyche.
Au vom Säxilytte-n-Umzug z‘ Ziri fordere si s gnau Glyyche.
Sogar im Circus KNIE soll glyy kai Hängscht me galoppiere.
Juhui, bald kasch im Denner vo Aktions-Rossflaisch profitiere!

Me duet zwanzigdusig Schieler im Läse und Rächne teschte:
D Basler Schieler versage, wärde letschti, die Vollpfeschte!
Sibenefuffzig Prozänt Basler sinn im Rächne inkompetänt!
Y hoff, d Tanja Soland sig bi de and‘re dreiedryssig Prozänt.

D Lääbeserwartig in der Schwyz glädderet allewyl hecher.
und mir kemme em Durchschnitt vo hundert als wie necher.
Bisch hitt e Buscheli, denn wirdschs, me kas prognostiziere,
erlääbe, ass si in der Freye-Strooss d Trottoir dien saniere.

Im Grosse Rot diskutiere si, me kennt‘ mit unsre Finanze
in de Quartierpärgg Domate, Gurgge und Riebli aapflanze.
Kämt’s zuenere Volggsabstimmig, hät y ‘ne d Parole barat:
„Jetzt machen wir aus dem Staat – endlich – Gurkensalat!“

Jetzt darfsch de Maitlibai bim Begger nimmi Maitlibai saage,
will d Laademaitli d Sprich iber ihri Bai nimm dien verdraage.
Wenn ych als bim Sutter der Verkaifere ihri Bai due tschegge,
dängg y, statt an Maitlibai, vyl ehnder an zwai Wurschtwegge.

Bryysuffschleeg, Laischtigsabbau, Schittelziig. Do bi-n-y froh,
ass der SBB-Boss Meyer ändlig der Huet nimmt und duet go!
Mit em Nohfolger Ducrot wird derno bstimmt alles besser koh…
…Aawa? Hejo derno! Jo waas? Jää-Jää! Sosoo!

2019


Vo de Männer im Bundesroot, friehner amme stolze sibe,
sinn no de letschte Wahle numme grad vier no ibrig blibe.
Me heert vo däne vier, das haig aber au no ebbis Glatts:
Me haig uf em Bundesrootspissoir jetz vyl besser Platz!

Wo die Frau Amhärd s Militär bikunnt, hani ganz gschoggt
sofort z‘ Bärn ihre Vorgänger, der Guy Parmelin aagfrogt,
eb das iberhaupt gieng mit‘re Frau? Do het er nur glacht:
Är haig jo au vo nyt en Ahnig – und haig das Jöbbli gmacht.

Mer dien in der Schwyz jetz eso „Sozialdetektiv“ yyfiehre,
wo uusspioniere, bisch arbetsunfähig, duesch simuliere?
Alli Simulante und Arbetsverweigerer wärde jetz uffliege –
Und au d Helfti vo de FCB-Spiler kai Zahldaag meh griege.

Me hert klaage, ass die neybaute Dram-Insle z‘ hooch sinn,
will für d Veelofahrer die Trottoir ganz gfährlig nooch sinn.
Wenn’s Di dert schnätzlet, git’s aber Sinn, wenn-y noch bsinn:
Im Rollstuehl bisch jo froh, ass d Dram-Yystig nid hooch sinn.

Basel-Stadt duet jetz ney so „Food Truck“-Plätz vermiete,
wo die „Food-Truck-Baizer“ ihre Fastfood kenne aabiete
Stellet doch au e baar so Imbiss-Kääre, y fänd ’s geniaal,
als neyschts Paziänte-Verpflägigskonzäpt vors Unispital!

Myy Frau und ich, mir mache jede Herbscht, ganz stur,
im Zillerdaal e soone meega-strängi Abschpägg-Kuur.
Wenn abschpägge muesch, denn sottsch deert ane go!
Gäll, liebe Novartis-Boss, statt noo meh Lytt z‘ entloh!

Y find, ass die „Political Corectness“ e bitz e Mischt isch:
Wenn „Mohrekopf“ seisch, haisst’s, ass e Rassischt bisch.
Wotsch „Maitlibai“ kaufe, dien‘s Di als Sexischt verklaage.
Nur de Fuudiweggli darfsch no ungstroft „Schwöbli“ saage.

Bi Betrieger und Gauner het me friehner amme nyt kennt,
het se zer Stroof uf em Schytterhuffe gnadelos verbrennt.
Duesch als Firme-Chef hitte Dy Uffsichtspflicht verpenne,
muesch zer Stroof nur no dini Boschtauddi loh verbrenne.

Im Grossen Rat da fänden sie’s „jetz pletzlig nimm ganz lätz,“
dass man statt Hochdeutsch nun „ab sofort mundart schwätz.“
Da man den Kern der Themen „däwääg vyyl besser braich‘.“
Mir ist’s egal, die schwatzen dort „jo sowyso numme Saich.“

Wirfsch d Zigaredde ufe Boode, griegsch jetz ney e Buess!
80 Stutz wäge Stadtbild-Verdräggig, was sy muess, muess…
Wotsch unsri Stadt vellig strooflos versaue, darfsch nyt kenne,
muesch aifach Hyyser baue und di Herzog/De Meuron nenne.

So Transgender-Mensche „oute“ sich hitte als wie meh.
Au bim EHC Basel kasch jetz e Transfrau als Spilerin seh.
Y out mi drum au: Bi im falsche Kerper geboore, wär gärn,
an Stell vomene FCB-Fän, e Fän vo de Young Boys Bärn.

Zer Zyt dien wäg‘ der Moode alli „Kids“- dasch s tolle –
ihri Jeans-Hoosebai, ganz cool, sone bitzeli uffe-rolle.
Jä, wenn die alli speter denn mool d AHV sotte bikoh,
Sin si ‘s scho gwohnt „mit abgsägte Hoose“ do z’stoh.